Bernhard Carl „Bert“ Trautmann wurde am 22. Oktober 1923 in Bremen geboren und starb am 19. Juli 2013 im Alter von 89 Jahren in La Llosa, Spanien. Er war 1,89 Meter groß und wurde als Torwart von Manchester City weltberühmt, besonders durch das FA-Cup-Finale 1956, in dem er sich das Genick brach, aber dennoch weiterspielte. Doch hinter diesem Heldenbild verbarg sich ein Mann, der im Privaten viele Kämpfe ausfechten musste – mit Verlust, Schuldgefühlen und zerrütteten Familienbanden.
Sein Leben abseits des Fußballs war geprägt von drei Ehen, vier Kindern und einer lebenslangen Suche nach innerem Frieden. Wer Bert Trautmann wirklich verstehen will, muss nicht seine Paraden kennen, sondern die Tragödien, die sich hinter den Kulissen abspielten.
Kurz-Bio
| Feld | Details |
|---|---|
| Voller Name | Bernhard Carl Trautmann |
| Bekannt als | Bert Trautmann |
| Geburtsdatum | 22. Oktober 1923 |
| Geburtsort | Bremen, Deutschland |
| Sterbedatum | 19. Juli 2013 (Alter: 89 Jahre) |
| Sterbeort | La Llosa, Castellón, Spanien |
| Größe | 1,89 Meter |
| Gewicht (zu aktiven Zeiten) | Ca. 85 kg |
| Position | Torwart |
| Beruf | Fußballspieler, Trainer |
| Bekanntester Verein | Manchester City (1949–1964) |
| Größter sportlicher Erfolg | FA-Cup-Sieg 1956 (spielte mit gebrochenem Hals) |
| Ehefrauen | Margaret Friar (1950–1972), Ursula von der Heyde (1974–1982), Marlis Trautmann (1986–2013) |
| Kinder | John, Mark, Stephen, Frieda |
| Anzahl Kinder | 4 (drei Söhne, eine Tochter) |
| Enkel | Ja, nicht öffentlich bekannt |
| Geschwister | Karl-Heinz (jüngerer Bruder) |
| Net Worth (geschätzt) | Unter 1 Million Pfund (bescheiden) |
| Wohnsitze im Leben | Bremen, Manchester, Burma, Pakistan, Tansania, Spanien |
| Späte Versöhnung | Mit Tochter Frieda im Jahr 1990 |
| Soziale Medien | Keine eigenen Profile (verstorben vor Social-Media-Ära) |
| Stiftung | Bert-Trautmann-Stiftung für Fairplay und Völkerverständigung |
| Besonderheit | Einer der ersten deutschen Sportler, die in England nach dem Krieg als Held gefeiert wurden |
Die erste Ehefrau: Margaret Friar
Im Jahr 1950 heiratete Bert Trautmann die Engländerin Margaret Friar, die ihm während seiner schwierigen ersten Jahre in England zur Seite stand. In einer Zeit, in der er als ehemaliger deutscher Soldat in Manchester noch stark angefeindet wurde, war Margaret ein wichtiger Rückhalt. Aus dieser Ehe gingen drei Söhne hervor: John, Mark und Stephen.
Die Ehe mit Margaret hielt formal 22 Jahre, bis zur Scheidung 1972, doch die emotionale Zerrüttung begann schon viel früher. Der gemeinsame Sohn John starb bereits 1956 als Fünfjähriger bei einem tragischen Verkehrsunfall – ein Schicksalsschlag, den die Ehe nicht überwinden konnte.
Die zweite Ehefrau: Ursula von der Heyde
Nach der Scheidung von Margaret heiratete Bert Trautmann 1974 Ursula von der Heyde, eine Deutsche. Diese Ehe dauerte bis 1982 und brachte keine gemeinsamen Kinder hervor. Über diese Verbindung ist öffentlich wenig bekannt, da Bert in dieser Zeit vor allem als Trainer im Ausland arbeitete.
Die Jahre mit Ursula waren ruhiger, aber auch distanzierter. Bert Trautmann konzentrierte sich auf seine Karriere als Trainer in Ländern wie Burma, Pakistan und Tansania, während das Familienleben in den Hintergrund trat.
Die dritte Ehefrau: Marlis Trautmann
Im Jahr 1986 heiratete Bert Trautmann seine dritte Frau Marlis, die bis zu seinem Tod an seiner Seite blieb. Mit Marlis zog er sich später nach Spanien zurück, wo er die letzten Jahre seines Lebens fernab des öffentlichen Ruhms verbrachte. Sie begleitete ihn auch durch die emotionale Zeit der späten Versöhnung mit seiner Tochter.
Marlis war es, die ihm half, alten Schmerz zu verarbeiten. Ihre Ehe dauerte 27 Jahre, bis zu Berts Tod 2013, und gilt als seine stabilste und glücklichste Beziehung.
Die Kinder von Bert Trautmann: Die drei Söhne
Bert Trautmann hatte vier Kinder, darunter drei Söhne aus erster Ehe: John, Mark und Stephen. John war der älteste Sohn, geboren Anfang der 1950er Jahre. Er starb jedoch bereits 1956 im Alter von nur fünf Jahren, als er nach dem FA-Cup-Finale auf eine Straße lief und von einem Auto erfasst wurde. Dieser Verlust traumatisierte Bert Trautmann zutiefst.
Mark und Stephen wuchsen in einer Familie auf, die von diesem Schatten gezeichnet war. Mark trat gelegentlich später in Interviews hervor und sprach über die schwierige Kindheit als Sohn einer Legende. Stephen hingegen lebte stets sehr zurückgezogen und suchte nie die Öffentlichkeit.
Die Tochter Frieda – Das lange verheimlichte Kind
Neben den drei Söhnen hatte Bert Trautmann eine vierte Tochter namens Frieda, die aus einer Beziehung vor seiner ersten Ehe stammte. Lange Zeit erkannte er Frieda nicht offiziell an, und sie wuchs ohne ihn auf. Seine Söhne wussten jahrelang nichts von der Existenz ihrer Halbschwester.
Erst 1990, als Bert Trautmann bereits 67 Jahre alt war, kam es zur Versöhnung. Er nahm Kontakt zu Frieda auf, und die beiden bauten langsam eine Beziehung auf. Diese späte Versöhnung wird von Biografen als einer der wichtigsten emotionalen Momente in seinem Leben beschrieben.
Die Tragödie um Sohn John
Der Tod des fünfjährigen John im Jahr 1956 erschütterte Bert Trautmann bis ins Mark. Es war derselbe Sommer, in dem er mit gebrochenem Hals das FA-Cup-Finale bestritten hatte – und dennoch half ihm der Ruhm nicht, diesen Schmerz zu verarbeiten. John war das Kind, das er vielleicht am meisten umsorgte, und sein Verlust hinterließ eine tiefe Wunde.
Die Ehe mit Margaret zerbrach in den folgenden Jahren genau an diesem Verlust. Bert Trautmann zog sich immer mehr in seine Arbeit zurück, während die gemeinsame Trauer das Paar auseinanderdriften ließ. Noch Jahrzehnte später sprach er nur selten und stockend über diesen Tag.
Das Privatleben abseits des Ruhms
Bert Trautmann lebte zeitlebens eher bescheiden, obwohl er in England ein großer Star war. Er besaß keine Villen oder Luxuswagen, sondern zog kleine Häuser in ruhigen Gegenden vor. Sein Lebensstil war bodenständig: Er ging gerne angeln, las viel und schätzte einfache Mahlzeiten. Nach seiner aktiven Karriere arbeitete er als Trainer in Entwicklungsländern, nicht aus Geldnot, sondern aus Abenteuerlust.
Im Ruhestand zog er nach La Llosa in Spanien, wo er mit Marlis einen kleinen Obstgarten pflegte. Seine Nachbarn beschrieben ihn als freundlichen, aber stillen älteren Herrn, der nie mit seinem Ruhm prahlte. Fußball spielte in diesen Jahren nur noch eine untergeordnete Rolle.
Physische Erscheinung und Gesundheit
Mit 1,89 Metern war Bert Trautmann für seine Zeit ein ausgesprochen großer Torwart, was ihm einen Vorteil im Tor verschaffte. Sein Körperbau war schlank, aber kräftig, mit breiten Schultern und langen Armen, die ihn zu einem beeindruckenden Erscheinungsbild auf dem Platz machten. Selbst im hohen Alter blieb er aufrecht und fit.
Gesundheitlich hatte er jedoch mit den Spätfolgen seiner Verletzungen zu kämpfen. Die gebrochenen Halswirbel von 1956 machten ihm im Alter zunehmend zu schaffen, ebenso wie die Strapazen seiner Trainertätigkeit in tropischen Ländern. Dennoch erreichte er ein Alter von 89 Jahren – ein Beweis für seine robuste Konstitution.
Vermögen und finanzielle Verhältnisse
Bert Trautmann war kein reicher Mann im heutigen Sinne. Sein Net Worth betrug bei seinem Tod geschätzt weniger als eine Million Pfund, was für einen Fußballer seines Ranges eher bescheiden ist. Er verdiente in den 1950er und 1960er Jahren weit weniger als heutige Stars, und die Zahlungen als Trainer in Asien und Afrika waren ebenfalls gering.
Dennoch lebte er nie in Armut. Eine kleine Rente von Manchester City, Ersparnisse und später der Verkauf seiner Memoiren sicherten seinen Lebensabend. Er selbst sagte einmal, dass ihm Geld nie wichtig war – wichtig waren ihm Anerkennung und Versöhnung mit seiner Familie.
Soziales Medien und öffentliches Erbe
Bert Trautmann verstarb 2013, lange bevor Plattformen wie Instagram oder TikTok populär wurden. Er besaß daher nie eigene Social-Media-Profile. Sein Vermächtnis wird heute jedoch online von Fans und Historikern bewahrt, darunter die Bert-Trautmann-Stiftung, die sich für Fairplay und Völkerverständigung einsetzt.
Auf YouTube finden sich Dokumentationen über sein Leben, und auf Twitter wird sein Name regelmäßig genannt, wenn über große Torwartlegenden gesprochen wird. Auch seine Kinder, insbesondere Mark, haben in seltenen Interviews über den Vater gesprochen, was online immer wieder für Aufmerksamkeit sorgt.
Fun Facts über Bert Trautmann
Weniger bekannt ist, dass Bert Trautmann vor seiner Fußballkarriere im Zweiten Weltkrieg als Fallschirmjäger diente und später in britische Kriegsgefangenschaft geriet. Erst dort entdeckte er seine Liebe zum Fußball. Außerdem war er einer der ersten deutschen Sportler, die nach dem Krieg in England als Publikumsliebling akzeptiert wurden – ein kleiner Beitrag zur Völkerverständigung.
Ein weiterer Fun Fact: Er trug seine berühmte Nummer 1 nicht aus Aberglauben, sondern weil sie ihm vom Trainer einfach zugewiesen wurde. Und obwohl er als harter Torwart galt, hatte er zeitlebens Angst vor Spritzen. Auch rettete er einmal einen Hund vor dem Ertrinken – eine Geschichte, die er gerne bei geselligen Abenden erzählte.
Was heute aus den Kindern geworden ist
Von Bert Trautmanns vier Kindern leben mit Stand der 2020er Jahre noch drei: Mark, Stephen und Frieda. Mark trat vereinzelt in britischen Medien auf, um über seinen Vater zu sprechen, lebt aber heute zurückgezogen in East Anglia. Stephen ist der Öffentlichkeit völlig ferngeblieben, über ihn ist fast nichts bekannt.
Frieda, die lange verheimlichte Tochter, hat nach der Versöhnung mit Bert den Kontakt zur Familie gehalten. Sie lebt ebenfalls in England und hütet ihren Teil des Erbes. Enkelkinder existieren, treten aber nicht öffentlich auf. Der Stammbaum der Familie Trautmann wird also privat, aber nicht erloschen weitergeführt.
Fazit: Ein großer Sportler, ein schwieriger Vater
Bert Trautmann war zweifellos einer der größten Torhüter seiner Generation. Aber sein Privatleben zeigt auch die Schattenseiten eines Mannes, der mit Schuld, Verlust und verpassten Chancen kämpfte. Drei Ehen, der Tod eines Kindes und eine Tochter, die er jahrelang ignorierte – das ist die andere Seite der Legende.
Dennoch gelang ihm am Ende seines Lebens eine späte Versöhnung mit Frieda. Und auch zu Mark und Stephen fand er im Alter einen ruhigeren, wenn nicht perfekten Zugang. Seine Geschichte lehrt uns, dass Ruhm keinen vor persönlichen Tragödien schützt – aber dass es nie zu spät für einen Neuanfang ist.
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FAQs
Wie viele Kinder hatte Bert Trautmann?
Vier Kinder: drei Söhne (John, Mark, Stephen) und eine Tochter (Frieda).
Starb eines von Bert Trautmanns Kindern?
Ja, Sohn John starb mit fünf Jahren bei einem Verkehrsunfall im Jahr 1956.
Hat Bert Trautmann seine Tochter Frieda kennengelernt?
Ja, aber erst sehr spät – die Versöhnung erfolgte 1990, als er 67 Jahre alt war.
War Bert Trautmann reich?
Nein, er lebte bescheiden. Sein Vermögen lag unter einer Million Pfund.
Hat Bert Trautmann heute noch lebende Nachkommen?
Ja, drei seiner vier Kinder leben noch: Mark, Stephen und Frieda. Auch Enkel existieren.

